Kommunen in Rheinland-Pfalz steuern um: Das Pilot-Projekt: Projekt 21

„Die Sicherung einer lebenswerten Zukunft ist auf Aufgabe für alle. Jeder kann und soll dazu seinen Beitrag leisten. Politik und Verwaltung sind aufgerufen, die bestmöglichsten Rahmenbedingungen für das gesellschaftliche Zusammenleben in einer Stadt oder Gemeinde zu schaffen, und unsere Lebensgrundlagen damit positiv zu beeinflussen.“ (Zitat: Margit Conrad, rheinland-pfälzische Umweltministerin).
Wäre nachhaltige Kommunalpolitik nichts anderes als Umweltschutz, so wäre eine Gemeinde beispielsweise dann nachhaltiger, wenn der Gewerbebetrieb, der bisher den örtlichen Fluss verschmutzte, nach Asien abwanderte, dort Flüsse verschmutzte und hier arbeitslose Menschen hinterließe. Oder wenn Autofahren so teuer wäre, dass nur noch wenige Menschen es sich leisten könnten, mobil zu sein. Wäre nachhaltige Kommunalpolitik hingegen nichts anderes als die Sicherung eines möglichst hohen Lebensstandards für alle Bevölkerungsgruppen, so wäre die Kommune beispielsweise dann nachhaltiger, wenn alle Menschen in erschwinglichen Einfamilienhäusern wohnten, die sich weitschweifig in die Landschaft hinein ausbreiteten. Oder wenn die Kilowattstunde Strom so günstig zu haben wäre, dass sich die örtlichen Unternehmen kostspielige Investitionen in Energiespartechniken sparen können - wo auch immer der Strom herkommt.
Welche Ressourcen verbraucht eine Kommune, und in welchem Maße, um Lebensqualität für ihre Bürgerinnen und Bürger zu sichern?
Diese Frage zu beantworten, hat sich die Verbandsgemeinde zur Aufgabe gemacht. Der Verbandsgemeinderat stimmte in einer Grundsatzentscheidung einstimmig für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinden. Sie stimmte einstimmig dafür sich dem „Projekt 21“ anzuschließen und die kommunale Nachhaltigkeit zu dokumentieren.
Das „Projekt 21“ basiert auf einem Pilotprojekt von ICLEI –Local Governments for Sustainability – und dem Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz in Rheinland-Pfalz. Ziel ist die Wiederbelebung und Verstetigung lokaler Nachhaltigkeitsprozesse wie der Lokalen Agenda 21 durch eine stärkere Verankerung in Kommunalverwaltung und Politik. Der Prozess ist darauf gerichtet, „Nachhaltigkeit“ langfristig zur Maxime des Verwaltungshandelns zu machen und durch Wiedervorlage im Gemeindrat auch im politischen Bewusstsein zu verankern.
Den Politik und Verwaltung schaffen die Rahmenbedingungen und beeinflussen so unsere Lebensgrundlagen in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben. Hier gilt es anzusetzen und an den Stellschrauben zu drehen. Hier gilt es in einem dauerhaften Prozess das Thema „Nachhaltigkeit“ beständig zu diskutieren in dem Wissen um die erforderlichen politischen Abwägungen bei der Erfüllung der Bedürfnisse ihrer Einwohnerinnen und Einwohner.
Wir wollen dauerhaft über das Thema informieren und animieren mitzuarbeiten.
Das Projekt 21 ist in der Verbandsgemeindeverwaltung verankert und wird von dort koordiniert und angestoßen. So verpuffen keine Themen im Nirgendwo, sondern kommen dort zur Beratung, wo die Stellschrauben gedreht werden: In den Ausschüssen und Räten.
Auf den folgenden Seiten informieren wir über den Prozessablauf, wie z.B. die bisherigen und geplanten Aktivitäten, Workshops, Ideen, etc..
Kontakt:
Verbandsgemeindeverwaltung
Projektleitung: Fachbereich 1 - Kirsten Mang
Naheweinst.r 80, 55450 Langenlonsheim
Tel.: 06704 – 92944
Fax: 06704 – 92945
E-Mail: k.mang@vglangenlonsheim.rlp.de
Partner:


Interessante Links:
www.umdenken.de
www.iclei.org/europe/projekt21 (englisch)
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